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Ernährungsplan für Babys: Was, wann und wie viel?

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Ernährungsplan für Babys: Was, wann und wie viel?

Das Wichtigste in Kürze

Welche Dinge kann ein Baby gefahrlos essen?

Ein Baby kann gefahrlos Milch, Brei, Obst, Gemüse, Getreide, Fleisch, Fisch, Ei und Milchprodukte essen, wenn es dafür bereit ist und keine Allergien oder Unverträglichkeiten hat. Mehr dazu hier…

Welche Dinge sollte ein Baby, das jünger ist als 12 Monate, zu essen vermeiden?

Ein Baby, das jünger ist als 12 Monate, sollte Honig, Kuhmilch, Nüsse, rohes Fleisch, Fisch oder Ei und Salz vermeiden, da diese Lebensmittel gesundheitsschädlich oder schwer verdaulich sein können. Eine Tabelle hier…

Ab welchem Zeitpunkt ist es für Babys erlaubt, Wasser zu trinken?

Babys brauchen im ersten Lebenshalbjahr kein zusätzliches Wasser zu trinken, da sie genug Flüssigkeit durch die Milch bekommen. Ab dem sechsten Monat können Babys Wasser zu den Breimahlzeiten trinken. Ab dem zwölften Monat können Babys Wasser auch zwischendurch trinken.

In diesem Blogbeitrag erfährst Du alles, was Du über den Ernährungsplan für Babys wissen musst. Die Ernährung Deines Babys ist nämlich ein wichtiges Thema, das viele Fragen aufwirft. Was darf Dein Baby essen? Wann solltest Du mit der Beikost anfangen? Wie viel braucht Dein Baby von jeder Nahrungsmittelgruppe? Wir geben Dir praktische Tipps und Hinweise, wie Du Dein Baby gesund und abwechslungsreich ernähren kannst.

Die ersten sechs Monate: Muttermilch oder Säuglingsnahrung

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Alles, was Du über die Beikost wissen musst: Die besten Tipps und Rezepte für Dein Baby.

In den ersten sechs Monaten braucht Dein Baby keine andere Nahrung als Muttermilch oder Säuglingsnahrung. Diese decken alle Nährstoffbedürfnisse Deines Babys ab und schützen es vor Infektionen. Muttermilch ist die beste Nahrung für Dein Baby, da sie sich an seine individuellen Bedürfnisse anpasst und viele gesundheitliche Vorteile hat.

Tipp: Füttere Dein Baby nach Bedarf und nicht nach der Uhr. Dein Baby weiß am besten, wie viel es braucht und wann es satt ist. Achte auf seine Signale, wie Saugen, Schmatzen oder Unruhe. Wenn Dein Baby den Kopf wegdreht oder die Lippen schließt, hat es genug.

Wenn Du stillen kannst und möchtest, solltest Du das so lange wie möglich tun. Wenn Du nicht stillen kannst oder möchtest, kannst Du Dein Baby mit Säuglingsnahrung füttern, die speziell für sein Alter geeignet ist.

Ab dem sechsten Monat: Die Einführung der Beikost

Ab dem sechsten Monat kannst Du damit beginnen, Deinem Baby schrittweise Beikost anzubieten. Das bedeutet nicht, dass Du das Stillen oder die Säuglingsnahrung absetzen musst. Diese bleiben weiterhin die Hauptnahrungsquelle für Dein Baby. Die Beikost dient dazu, Dein Baby an feste Nahrung zu gewöhnen und ihm neue Geschmacksrichtungen und Texturen zu bieten. Außerdem braucht Dein Baby ab dem sechsten Monat zusätzliches Eisen und Zink, die in der Muttermilch oder Säuglingsnahrung nicht ausreichend enthalten sind.

Hinweis: Es gibt kein festes Schema, wann und wie Du die Beikost einführen solltest. Jedes Baby ist anders und entwickelt sich in seinem eigenen Tempo.

Achte auf die Anzeichen, dass Dein Baby bereit für Beikost ist, wie zum Beispiel:

  • Es kann seinen Kopf selbstständig halten und sitzen.
  • Es zeigt Interesse an dem Essen der Erwachsenen.
  • Es öffnet den Mund, wenn es einen Löffel sieht oder nimmt ihn in die Hand.
  • Es kann kleine Mengen vom Löffel schlucken.

Die ersten Breie: Gemüse, Obst und Getreide

Die ersten Breie, die Du Deinem Baby anbietest, sollten aus Gemüse, Obst oder Getreide bestehen. Diese sind leicht verdaulich und enthalten wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Du kannst die Breie selbst zubereiten oder fertige Gläschen kaufen. Achte darauf, dass die Breie keine Zuckerzusätze oder Salz enthalten.

Beginne mit einem Gemüsebrei am Mittag. Wähle ein mildes Gemüse aus, wie zum Beispiel Karotte, Pastinake oder Kürbis. Koche das Gemüse weich und püriere es mit etwas Wasser oder Muttermilch/Säuglingsnahrung zu einem feinen Brei. Biete Deinem Baby zunächst nur wenige Löffel an und steigere die Menge langsam. Wenn Dein Baby den Gemüsebrei gut verträgt, kannst Du nach ein paar Tagen ein neues Gemüse hinzufügen oder einen Obstbrei am Nachmittag einführen.

Achtung: Du solltest Dein Baby nicht mit Honig füttern, da dieser Bakterien enthalten kann, die zu einer schweren Infektion namens Säuglingsbotulismus führen können.

Wähle ein süßes Obst aus, wie zum Beispiel Apfel, Birne oder Banane. Püriere das Obst ebenfalls zu einem feinen Brei und mische es mit etwas Wasser oder Muttermilch/Säuglingsnahrung. Nach ein paar Wochen kannst Du einen Getreidebrei am Abend einführen. Wähle ein glutenfreies Getreide aus, wie zum Beispiel Reis, Hirse oder Mais. Koche das Getreide weich und püriere es mit etwas Wasser oder Muttermilch/Säuglingsnahrung zu einem feinen Brei. Du kannst auch etwas Obst hinzufügen, um den Brei süßer zu machen.

Die nächsten Schritte: Fleisch, Fisch, Ei und Milchprodukte

Nachdem Dein Baby sich an die ersten Breie gewöhnt hat, kannst Du ihm nach und nach weitere Nahrungsmittel anbieten. Diese sind wichtig für die Versorgung mit Eiweiß, Eisen, Zink, Jod und Kalzium. Zu diesen Nahrungsmitteln gehören:

  • Fleisch: Rind, Schwein, Lamm, Geflügel
  • Fisch: Seefisch, Süßwasserfisch
  • Ei: Hühnerei, Wachtelei
  • Milchprodukte: Joghurt, Quark, Käse

Zusätzliche Information: Dein Baby braucht im ersten Lebensjahr kein zusätzliches Vitamin D, wenn es mindestens 400 ml Säuglingsnahrung pro Tag bekommt. Wenn es weniger oder gar keine Säuglingsnahrung bekommt, solltest Du ihm täglich 10 µg Vitamin D in Form von Tropfen geben.

Füge diese Nahrungsmittel einzeln und in kleinen Mengen zu den Breien hinzu. Koche das Fleisch oder den Fisch gut durch und zerkleinere es fein. Gib das Ei hartgekocht oder als Rührei dazu. Verwende pasteurisierte Milchprodukte und achte auf die Fettstufe. Biete Deinem Baby diese Nahrungsmittel nicht öfter als zweimal pro Woche an.

Die Fingerfood-Phase: Selbstständiges Essen fördern

Ab dem achten Monat kannst Du Deinem Baby Fingerfood anbieten. Das sind kleine Stücke von weichen oder gekochten Nahrungsmitteln, die Dein Baby mit den Fingern greifen und in den Mund stecken kann. Fingerfood fördert die Feinmotorik, die Kaumuskulatur und die Selbstständigkeit Deines Babys. Außerdem macht es Deinem Baby Spaß, verschiedene Formen, Farben und Texturen zu entdecken.

Biete Deinem Baby Fingerfood zusätzlich zu den Breien an. Du kannst zum Beispiel kleine Stücke von folgenden Nahrungsmitteln verwenden:

Tipp: Du kannst Dein Baby an verschiedene Geschmacksrichtungen gewöhnen, indem Du ihm verschiedene Obst- und Gemüsesorten anbietest. Das fördert die Akzeptanz von gesunden Lebensmitteln und beugt späteren Essproblemen vor.

  • Gemüse: Gurke, Tomate, Paprika, Brokkoli, Blumenkohl
  • Obst: Erdbeere, Heidelbeere, Traube, Melone, Kiwi
  • Brot: Vollkornbrot, Knäckebrot, Toast
  • Käse: Gouda, Emmentaler, Mozzarella
  • Wurst: Leberwurst, Teewurst, Mortadella
  • Nudeln: Spaghetti, Penne, Spiralen

Achte darauf, dass die Stücke nicht zu groß oder zu klein sind und keine scharfen Kanten haben. Beaufsichtige Dein Baby immer beim Essen und lass es nicht alleine.

Der Übergang zur Familienkost: Mitessen am Tisch

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Wie Du Dein Baby gesund ernähren kannst: Ein Ratgeber für die ersten zwölf Monate.

Ab dem zwölften Monat kannst Du Dein Baby langsam an die Familienkost gewöhnen. Das bedeutet, dass Dein Baby das Gleiche isst wie der Rest der Familie. Das erleichtert Dir die Zubereitung der Mahlzeiten und fördert das soziale Miteinander am Tisch. Überdies lernt Dein Baby verschiedene Geschmacksrichtungen und Gewürze kennen.

Hinweis: Du solltest Dein Baby nicht zu lange stillen oder mit der Flasche füttern, da dies zu Karies führen kann. Gewöhne Dein Baby daher frühzeitig an das Trinken aus einem Becher.

Passe die Familienkost an die Bedürfnisse Deines Babys an. Vermeide scharfe oder salzige Speisen und wähle milde Gewürze aus. Schneide das Essen in mundgerechte Stücke und biete es in einer Schüssel oder auf einem Teller an. Lass Dein Baby selbst entscheiden, wie viel es essen möchte und dränge es nicht zum Essen. Biete Deinem Baby weiterhin Muttermilch oder Säuglingsnahrung an, bis es mindestens ein Jahr alt ist.

Lebensmittel, die Du Deinem Baby noch nicht geben solltest

Es gibt einige Lebensmittel, die Du Deinem Baby noch nicht geben solltest, weil sie entweder gesundheitsschädlich oder schwer verdaulich sind. Dazu gehören:

LebensmittelGrund
HonigKann Bakterien enthalten, die zu einer schweren Infektion namens Säuglingsbotulismus führen können.
KuhmilchIst für Babys noch zu schwer verdaulich und kann zu Bauchschmerzen, Durchfall oder Blutarmut führen.
NüsseKönnen eine Erstickungsgefahr darstellen oder eine allergische Reaktion auslösen.
Rohes Fleisch, Fisch oder EiKönnen Salmonellen oder andere Keime enthalten, die zu einer Lebensmittelvergiftung führen können.
SalzIst für Babys noch zu belastend für die Nieren und kann zu einem erhöhten Blutdruck führen.

So ernährst Du Dein Baby richtig

Die Ernährung Deines Babys ist eine spannende Reise voller neuer Erfahrungen und Entdeckungen. Mit einem ausgewogenen Ernährungsplan kannst Du Dein Baby gesund und abwechslungsreich ernähren und ihm einen guten Start ins Leben ermöglichen. Wir hoffen, dass Dir dieser Blogbeitrag geholfen hat, mehr über den Ernährungsplan für Babys zu erfahren.